sh_munz_martina-_sp_023_webFrau Munz ist seit dem 09. September 2013 Nationalrätin für die SP Schweiz. Mitglied der Partei ist sie allerdings bereits seit 1993 und ist seither auch in verschiedenen politischen Ämtern für die Partei tätig. Die studierte Agronomin (ETH) ist als Berufsschullehrerin tätig und setzt sich klar für soziale Gerechtigkeit ein. Nationalrätin Munz schreibt in ihrem Sessionsbericht, dass die politische Qualität des neuen Parlaments keinesfalls zugenommen habe sondern vielmehr mit nicht lösungsorientierten Polterern gespickt wurde (den ganzen Bericht finden Sie hier). Auch wir von Advanon wurden mit dem Satz “Als Jungunternehmer sollte Ihnen nicht entgangen sein, dass es in der Politik unterdessen auch Frauen gibt!!!” darauf hingewiesen, dass man doch bitte auch die weibliche Form in einem Text verwenden sollte. An dieser Stelle noch einmal Sorry für diesen Lapsus, das war nicht beabsichtigt.

Advanon: Die Schweizer Bevölkerung hat in den vergangenen Jahren bei einigen Initiativen nicht den Wünschen der grossen Wirtschaftsverbände entsprochen. Wie erklären Sie sich diese Diskrepanz trotz traditioneller Nähe der Bevölkerung zur Wirtschaft?

Martina Munz: Die Wirtschaft vergisst immer öfter ihre soziale Verantwortung. Deshalb muss da Volk diese soziale Verantwortung einbringen. Bei anderen Fragen hat sich die Wirtschaft vornehm zurückgelehnt und wollte sich die Finger mit der wirtschaftsfeindlichen Initiativen der SVP nicht verbrennen. Weil sich die Wirtschaft nicht vom Kurs der SVP distanziert hat sie die Quittung erhalten.

Sehen Sie die gute Wettbewerbsposition der Schweiz durch diese Initiativen und v.a. deren Ergebnisse gefährdet?

M.M.: Ja!

Unser Start-Up wurde von einem Schweden, einem Holländer und einem Schweizer gegründet. Wie soll argumentiert werden, dass die Schweiz nach wie vor die beste Wahl in Europa ist?

M.M.: Sozialer Frieden, hohe Leistungsbereitschaft, gute Ausbildung! Damit es so bleibt, muss aber die Wirtschaft ihren Beitrag leisten. Durch Steuersenkungen und dem damit verbundenen Leistungsabbau sowie Abbau der sozialen Sicherheiten lässt langfristig diese Vorteile schwinden.

Während wir im Zusammenhang mit der FINMA grosse Verbesserungen sahen, sind andere Behörden immer noch sehr bürokratisch. Insbesondere für junge Unternehmen ohne finanzielle Ressourcen kann dies zum Problem werden. Ist das ein Punkt auf Ihrer politischen Agenda und wenn ja, wie gehen Sie dagegen vor?

M.M.: Da hilft unser Föderalismus. Im Kanton Schaffhausen, wo ich tätig bin, sind die administrativen Hürden klein und die Wege sehr kurz! Erkundigen Sie sich bei unserem Wirtschaftsförderer – ich behaupte wir sind diesbezüglich hervorragend und schlagen jedes andere rechtstaatliche Land.

Was geben Sie jungen Unternehmern mit auf den Weg? Können sie sich auf Sie als Sprachrohr für Start-Ups verlassen?

M.M.: Ich bin bereit Start-Ups im Rahmen der Wirtschaftsförderung zu unterstützen und freuen uns auf ihre Anfrage. Die Jungunternehmen müssen aber den Anforderungen der Wirtschaft bzw. der detaillierten Prüfung durch die Wifö standhalten.

 


Über Advanon: Gestartet im Juli 2015, ist Advanon die erste Online Plattform in der Schweiz, die es KMU erlaubt ihre Rechnungen online von Privatinvestoren vorfinanzieren zu lassen. Durch das innovative Geschäftsmodell haben Unternehmen schneller und einfacher die Möglichkeit, ihre Finanzinformationen zur Verfügung zu stellen und somit das Risiko besser abzuschätzen. Das passionierte Team hat sich als Ziel gesetzt, den veralteten Factoring-Markt durch den Einsatz modernster Technologien zu revolutionieren. Dabei stehen Datenschutz und Qualitätsstandards immer im Vordergrund und sollen so dem Kunden höchste Komfortabilität bieten.

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Phil Lojacono

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