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Crowdfunding, Crowdsourcing oder Crowdlending?

Crowdfunding, Crowdsourcing und Crowdlending eint bei aller Unterschiedlichkeit eine wichtige Gemeinsamkeit: Bei dem Geldgeber handelt es sich nicht um eine einzelne Person oder eine Bank. Vielmehr beteiligt sich eine grössere Gruppe von Kreditgebern an der Finanzierung, die sogenannte „Crowd“. Damit verteilt sich auch das Kreditausfallrisiko auf mehrere Schultern. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellen diese auch als „Schwarmfinanzierungen“ bezeichneten Formen der Unternehmensfinanzierung interessante Alternativen zum klassischen Bankkredit oder zum Factoring – dem Verkauf von Forderungen – dar. Doch wie unterscheiden sich die einzelnen Finanzierungsarten, die in der Praxis häufig synonym verwendet werden?

Das Crowdfunding: Die klassische Spende

Bei einem Crowdfunding unterstützen viele Menschen ein Projekt mit finanziellen Mitteln. Anders als bei einem klassischen Kredit erhalten sie dafür aber keine Gegenleistung in Form von Zinszahlungen, Gewinnbeteiligungen oder Unternehmensanteilen. Das Crowdfunding entspricht also im Grunde einer Spende, um ein Vorhaben überhaupt erst zu ermöglichen. Die nötige Finanzierungssumme ist im Vorfeld festgelegt, sie muss zu einem vereinbarten Zeitpunkt erreicht sein, damit das Projekt umgesetzt werden kann. Diese Finanzierungsform wird oft für gemeinnützige oder wohltätige Vorhaben verwendet. Auch im kulturellen Bereich findet man das Crowdfunding. Im Gegenzug für seine Spende erhält der Geldgeber meist einen Prototypen des neuen Produkts oder eine anderes kleines Geschenk zum Zeichen der Anerkennung. Durch ihre finanzielle Zuwendung treten die Geldgeber häufig als Unterstützer für das Projekt ein und machen mit ihrem guten Namen und ihrem Ruf Werbung für eine vielversprechende Innovation.

Das Crowdsourcing: Arbeiten mit der Intelligenz der Masse

Vom Crowdfunding abzugrenzen ist das Crowdsourcing. Darunter versteht man die Auslagerung von Tätigkeiten in einem Unternehmen an eine Gruppe von mehreren Menschen. Diese nutzen in der Regel das Internet, um diese Aufgaben zu erfüllen. Crowdsourcing ist also im Grunde keine klassische Finanzierungsform, bei der einem Unternehmen Geld in Form von Eigen- oder Fremdkapital zur Umsetzung eines bestimmten Vorhabens zugeht. Vielmehr nutzt man die aus der Wissenschaft bekannte „Intelligenz der Masse“, um eine bestimmte Fragestellung näher zu beleuchten, um Forschungen anzustellen oder um Artikel für ein Unternehmen zu verfassen. Angelehnt ist das Crowdsourcing an das Outsourcing, bei dem ganze Betriebsfunktionen an Externe vergeben werden. Beim Crowdsourcing werden die Teilnehmer üblicherweise für die Ergebnisse ihrer Aufgaben vergütet. Diese stellen sie dem Unternehmen zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Das Crowdlending: Die Alternative zum Bankkredit

Beim Crowdlending vergeben mehrere Kreditgeber Geld zu einem vorher festgelegten Zinssatz. Durch das Crowdlending wird also eine definierte Summe Geld als Fremdkapital von vielen Kreditgebern in das Unternehmen eingebracht. Damit entspricht das Crowdlending anders als das Crowdfunding oder das Crowdsourcing am ehesten der klassischen Unternehmensfinanzierung in Form eines Ratenkredits. Diese Finanzierungsform eignet sich für Selbständige und für kleine und mittlere Unternehmen, die Geld für ein neues Projekt benötigen und dazu eine Alternative zur Bankfinanzierung suchen. Auch für Privatpersonen bietet sich diese Variante an.

Das Factoring als weitere Chance

Der Verkauf von Forderungen als weitere Variante für Unternehmensfinanzierungen wird häufig unterschätzt. Anders als beim Crowdfunding, beim Crowdlending oder beim Crowdsoucing treten hier nicht mehrere Personen als Geldgeber in Form von Spenden oder Krediten auf. Das klassische Factoring besteht im Verkauf von Forderungen, die ein Unternehmen seinen Kunden gegenüber hält. Advanon hat sich auf eine alternative Form des Factorings spezialisiert. Advanon bietet auf dem Weg der Digitalisierung neue und vielversprechende Wege des schnellen, effektiven und flexiblen Factorings an. Damit ergibt sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine attraktive Möglichkeit, die Liquidität ohne Umweg über eine Bank zu erweitern. Über Advanon haben KMU die Möglichkeit der flexiblen und einfachen Vorfinanzierung von Rechnungen, um ihre finanzielle Liquidität kurz- und mittelfristig zu verbessern. Nach der Anmeldung auf www.advanon.com steht die Onlineplattform für alle Mandanten unmittelbar zur Verfügung.

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Katharina Boehringer

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