Ausblick für Automobilzulieferer

Szenarien für die Automobilbranche bis 2030

In der aktuellen McKinsey & Company Studie “Automotive revolution” werden mögliche Szenarien für die Autobranche und ein Ausblick für Automobilzulieferer bis 2030 aufgezeichnet. Vier fortlaufende Entwicklungen liegen den Szenarien zu Grunde:

  1. Alternative Mobilitätslösungen
  2. Autonome Fahrzeuge
  3. Elektromobilität
  4. Konnektivität im Fahrzeug

In der Studie wird ausführlich aufgezeigt wie diese vier Entwicklungen acht mögliche Szenarien auslösen und inwiefern diese OEMs, Zulieferer, Gesetzeslage, neue Marktteilnehmer und auch die Wertschöpfungskette beeinflussen. Besonders ein in der Studie angesprochener Punkt beeinflusst vor allem die Automobilzulieferer.

Neuer Wettbewerb und Zusammenarbeit

Im Gegensatz zu vielen technikgetriebenen Industrien, wie beispielsweise die Telekommunikationsbranche, erlebte die Automobilbranche in jüngster Vergangenheit keine disruptiven Veränderungen. Mit der heutigen wachsenden Relevanz von Mobilitätsservice müssen Automobilhersteller an mehreren Fronten konkurrieren. Mobilitätsanbieter (beispielsweise Didi kuaidi, Uber, Zipcar), Tech-Giganten (z.B. Apple, Google) und “Emerging OEMs” (z.B. BYD, Tesla) erhöhen die Komplexität der Wettbewerbslandschaft der Branche. Die nachfolgende Grafik zeigt die zukünftige Verschiebung der Wettbewerbslandschaft auf.

Ausblick für Automobilzulieferer

Grafik 1: Verschiebung der Wettbewerberlandschaft

Während die neu aufkommenden OEMs einen Marktanteilszuwachs an Neuwagenverkäufen erleben werden, werden 0.5 Tier Zulieferer vor allem immer stärker ganze Teillösungen anstatt vereinzelter Teile an die OEMs absetzen. Ausserdem werden vermehrt direkte POS zwischen Zulieferer und Endkonsumenten hergestellt und Aftersales-Teile vermehrt im Direktvertrieb vorgenommen. Ein weiterer Aspekt, der essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit ist, wird in Zukunft die Softwareentwicklungskompetenz sein. Automobilzulieferer und -hersteller müssen sich hier den Kundenbedürfnissen und fortschreitenden Technologien beugen.

Die Wahrnehmung bezüglich Mobilität verändert sich

Mit dieser allgemeinen Branchenverschiebung werden ebenfalls neue Marktteilnehmer eintreten. Hier ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen, wo mögliche Partnerschaften und Konsolidierungen sinnvoll sind, um Synergien zu erzeugen und so der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Während aktuell viel von Google, Apple und Uber die Rede ist, sind diese bereits bekannten Namen mit hoher Wahrscheinlichkeit nur die Spitze des Eisbergs und es werden vermehrt Start-Ups und Firmen aus dem High-Tech-Bereich dem Automobilmarkt beitreten. Dadurch wird sich ebenfalls die gesamte Wahrnehmung bezüglich Mobilität in der Gesellschaft und die Lobbyarbeit bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen grundlegend verändern.

Es bleibt weiterhin spannend in der Branche und viele Entwicklungen und dieser Ausblick für Automobilzulieferer sind nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance anzusehen.


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Stijn Pieper

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