Der internationale Handel ist ein guter Weg, um Umsätze und Profite zu steigern. Ob Grossunternehmen oder KMU, die Schweiz ist eine Exportwirtschaft. Nichtsdestotrotz ist es besonders im B2B Bereich wichtig, sich über künftige Exportverträge gut zu informieren. Hier ist eine Liste von fünf Tipps, die Schweizer Unternehmen vor dem Exportieren beachten sollten:

  1. Entfernung

ContainerschiffDas Exportieren wird Ihren Verkaufszyklus unweigerlich verlangsamen. Der Grad der Verlangsamung hängt dabei von der Distanz des Exportmarktes ab. Vietnam ist wohl ein aufstrebender und attraktiver Markt – der Zeitunterschied, die Reisekosten und die logistischen Schwierigkeiten müssen jedoch auch eingeplant werden. Zudem müssen bei grösserer Marktdistanz auch zusätzliche Kosten aufgrund längerer Durchlaufzeiten (lead times) miteinbezogen werden.

  1. Sprache

Nehmen Sie die Sprachbarrieren ernst. In der Übersetzung kann vieles verloren gehen und die firmeninternen Ressourcen in Bezug auf die Kommunikation müssen auch vorhanden sein. Stellen Sie sicher, dass entsprechendes Personal in Ihrem Unternehmen zur Verfügung steht.

  1. Rechtsstaatlichkeit

Hier in der Schweiz ist die Rechtsstaatlichkeit eigentlich immer gewährleistet. Wenn Sie hierzulande einen Vertrag haben, können Sie eigentlich immer sicher sein, dass Sie im Fall von Streitigkeiten auf Ihr Recht beharren können. Das Gleiche gilt nicht zwingend in anderen Ländern. Diesbezüglich empfiehlt es sich, regionale juristische Expertise einzuholen. Einen Schweizer Anwalt anzuheuern macht aufgrund hoher Gebühren und mangelndem regionalem Wissen oftmals wenig Sinn. Nutzen Sie Online Stellenportale wie worknhire.com. Diese sind eine gute Adresse, um relativ günstig gut qualifiziertes personal in anderen Ländern anzuheuern.

  1. Wettbewerb und Markt

Beim Exportieren ist es nicht immer einfach, zu wissen wie genau Ihre Marktposition ausschauen wird oder wie etabliert derzeitige Konkurrenzprodukte sind. Zudem macht es natürlich auch wenig Sinn, in einen Markt vorzustossen, in dem keine Nachfrage für Ihr Produkt besteht. Internet Recherchen können helfen sich einen Überblick zu verschaffen. Denken Sie jedoch daran, dass jemand Lokales Ihnen wahrscheinlich in zwei Minuten gleich viel zum künftigen Erfolg Ihres Produktes sagen kann. Investieren Sie Ihre Zeit hauptsächlich in das Auffinden von Personen, die Ihnen Tipps diesbezüglich geben können. Tipp: Fragen Sie in Ihrer Firma rum und nutzen Sie Ihr Netzwerk.

  1. Finanzplanung

Exportorientierung hat natürlich auch einen Einfluss auf das Finanzmanagement. Zahlungsfristen werden wahrscheinlich länger und zusätzliche Investitionen müssen ebenfalls getätigt werden. Zudem ist es oftmals schwierig, Kredite für die Vorfinanzierung von Kundenbestellungen zu kriegen – besonders bei Kunden in Entwicklungsländern. Vorfinanzierung von Rechnungen kann diesbezüglich Abhilfe schaffen. Dabei ist nicht die Kreditwürdigkeit des Landes entscheidend sondern die Bonität des Kunden.

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Phil Lojacono

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