Im Rahmen der Unternehmensplanung spielt die Liquiditätsplanung eine zentrale Rolle. Um aus eigenen Aussenständen unmittelbare Liquidität zu erhalten, beeinflussen viele Unternehmen ihren Cash Flow mittels Factoring. Bei dieser Art von Liquiditätsmanagement verkaufen Firmen offene Forderungen aus Produktlieferungen oder Dienstleistungen in einer langfristigen Kooperation an ein sogenanntes Factorunternehmen. Das Factoring stellt so die permanente Zahlungsfähigkeit von Unternehmen sicher. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen nutzen Factoring als flexiblen Finanzierungsweg im Liquiditätsmanagement. Factoring und die hierzu erforderlichen Kompetenzen bilden Schnittmengen mit den Kompetenzen von Inkassounternehmen, sind aber nicht als Inkassoleistungen zu verstehen.

Was ist Factoring?

Factoring verbessert den Cash Flow von Firmen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen geraten manchmal auch dann in Zahlungsschwierigkeiten, wenn sie prinzipiell ausreichend Umsatz verzeichnen. Auch auf berechtigte Forderungen gegen liquide Kunden muss eine Firma oft 30 Tage oder sogar längere Zeit warten. Diese Wartezeit wirkt sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen negativ auf die eigene Zahlungsfähigkeit aus. Neben mangelnder Zahlungsmoral auf Seiten der Kunden kann auch ein Anstieg der Betriebskosten oder eine Senkung der Kreditlinien das mittelfristige Liquiditätsmanagement von Unternehmen versagen lassen. Um das Liquiditätsmanagement zu verbessern und wieder zu Zahlungsfähigkeit zu gelangen, bieten sich alternative Finanzierungswege wie Factoring an. Insgesamt besteht das Konzept aus drei Grundsäulen.

  • Die Forderungszession entspricht dem Verkauf offener Forderungen an ein Factorunternehmen. Der Verkauf an den Factor findet langfristig statt und hat somit eine langanhaltende Kooperation zur Basis. Der zugrundeliegende Vertrag ist durch ein sogenanntes Delkredere charakterisiert, das das Ausfallrisiko im Kontext der offenen Forderungen vom verkaufenden Unternehmen auf den Factor verschiebt.
  • Vorfinanzierung von Forderungen durch das Factorunternehmen eliminieren die Wartezeit bis zum Zahlungseingang. Der Factor leistet eine Sofortzahlung an das verkaufende Unternehmen, die in der Regel einer 80- oder 90-prozentigen Vorfinanzierungsrate entspricht. Den Restbetrag aus den offenen Forderungen erhalten verkaufende Unternehmen erst nach der Zahlungsleistung von Seiten des Kunden.
  • Die Übernahme von Debitorenmanagementangelegenheiten bildet die letzte Komponente des Factoringvertrags. Neben Debitorenbuchhaltung, Kundenbonitätsprüfung und Mahnwesen fallen Inkassoangelegenheiten in den Bereich des Debitorenmanagements. Die Kooperation mit einem Factoring-Unternehmen nimmt der forderungsverkaufenden Firma damit langfristig das gesamte Mahnwesen ab.

Wer von den Vorteilen des Factoring profitieren, aber sensible Unternehmensbereiche wie das Mahnwesen nicht aus der Hand geben will, entscheidet sich idealerweise zum Inhouse-Factoring, einem unternehmensinternen Factoringweg.

Welche Vorteile haben Unternehmen durch Factoring?

Nicht nur kleine und mittlere Unternehmen profitieren von Factoring. Mittlerweile bedienen sich Unternehmen aller Grössen des Finanzierungskonzepts, um den eigenen Cash Flow zu verbessern und die Liquidität zu steigern. Wer nicht lange auf Zahlungen aus Forderungen warten muss, ist permanent liquide. Diese erhöhte Liquidität verbessert

  • die Eigenkapitalquote. Im selben Atemzug verbessert sich die Bilanz und die lang- sowie mittelfristige Bonität. Auch bei einem geplanten Kreditantrag schneiden kleine und mittlere Unternehmen mit Factoringkooperationen daher besser ab.
  • den Schutz vor Forderungsausfall. Falls fällige Forderungen durch Zahlungsausfall auf Seiten des Kunden nicht beizutreiben sind, liegt der Verlust dank des Delkredere beim Factorunternehmen. Das forderungsverkaufende Unternehmen profitiert nach Szenarien wie der Kundeninsolvenz so von einem Schutz vor finanziellen Verlusten.
  • die Fixkosten. Mahnwesen und Debitorenbuchhaltung erfordern Personal. Der entstehende Zeitaufwand und die im Debitorenmanagement verbrauchten Ressourcen lassen Fixkosten entstehen. Beim Factoring wird das gesamte Mahnwesen in den Zuständigkeitsbereich des Factors verschoben, was dem verkaufenden Factornehmer auf lange Sicht Personalaufwand, Zeitaufwand, Ressourcen und damit auch Fixkosten einspart.
  • das Unternehmenswachstum. Der Einsatz eines Factors überbrückt nicht nur Finanzprobleme, sondern wird mittlerweile vor allem zu Wachstumszwecken eingesetzt. Factoring bedeutet eine relativ risikolose Möglichkeit zur Investition ins eigene Unternehmenswachstum.

Obgleich Factoring aus dem modernen Liquiditätsmanagement kaum noch wegzudenken ist, kommen als Factoringalternative auch ein Dispositionskredit, Leasing, der Verkauf von Unternehmensanteilen oder ein Konzept wie Advanon in Frage.

Verschiedene Factoringalternativen vorgestellt

Als Factoringalternative haben sich unterschiedliche Konzepte zur Verbesserung des unternehmensinternen Cash Flow etabliert. Der Dispokredit ist und bleibt eine der beliebtesten Methoden, um beträchtliche Summen zu mobilisieren. Daneben steht Firmen als Factoringalternative die private Veräusserung von Unternehmensanteilen offen. Diese relativ kostengünstige Alternative zum Börsengang kann kurzfristig finanzielle Stärkung bedeuten. Abgesehen von diesen Konzepten kommt auch Leasing als Factoringalternative in Frage. Angemietetes Anlagevermögen kann Kapital einsparen, Zinszahlungen eliminieren und Unternehmensausgaben besser verteilen. Im direkten Vergleich mit den Alternativen stellt sich der Factoringvertrag in vielerlei Hinsicht als lohnenswerter Weg heraus. Die wichtigsten Vorteile sind folgende.

  • Factoring ist günstiger und transparenter als der Dispokredit.
  • Anders als bei der privaten Veräusserung von Unternehmensanteilen verzichtet das Unternehmen mit einem Factoringvertrag nicht auf unternehmerische Kontrolle, sondern gewinnt ein neues Kontrollinstrument zum langfristig gewinnbringenden Einsatz hinzu.
  • Anders als beim Leasing kann das Unternehmen in Kooperation mit einem Factor neue Kapitalquellen entdecken und profitiert dabei vom Schutz vor Zahlungsausfällen.

Advanon als flexible Alternative zum traditionellen Factoring

Die Dienstleistung von Advanon ist eine relativ neue Factoringalternative zur Finanzierung ausgewählter Rechnungen, bei der das Unternehmen anders als beim Factoring der Besitzer der vorfinanzierten Forderung bleibt. Das innovative Konzept ist noch flexibler als der traditionelle Factoringvertrag. Statt allen Forderungen werden bei diesem Konzept nur selbst ausgewählte Rechnungen an das kooperierende Unternehmen verkauft. Das Liquiditätsmanagement, Kundenmanagement und Unternehmensmanagement bleibt damit noch deutlicher in der Hand des Unternehmens. Testen Sie Advanon jetzt kostenlos!

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