kostenlose Unternehmensbewertung

Advanon bietet nun auch kostenlose Unternehmensbewertung für KMU an

Advanon will die Palette der kostenlosen Dienstleistungen für KMU mit dem Tool “kostenlose Unternehmensbewertung” erweitern. In einem Advanon Academy Artikel erklären wir die Berechnung sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bewertungsmethoden. Wir nehmen die Lancierung unseres Berechnungstools zum Anlass, diese Informationen nochmals zusammenzufassen.

Klicken Sie hier, um zu unserem kostenlosen Tool zu gelangen.

(Netto) Substanzwertmethoden

Die Substanzwertmethode konzentriert sich auf die Addition der Aktivposten. Diese Methode ist bei der Bewertung kleiner Unternehmen oft anzutreffen und gehörte lange zum Standard in der Unternehmensbewertung. Die Produkte solcher Unternehmen haben oftmals späte Phasen ihres Lebenszyklus erreicht. Es wird zwischen dem Substanzwert und dem Netto-Substanzwert unterschieden. Der Netto-Substanzwert zeigt den Wert des Eigenkapitals und der Substanzwert den Wert der Unternehmung. Berechnet werden die beiden Werte wie folgt:

Substanzwert = Buchwert der Aktiven + stille Reserven

Netto-Substanzwert = Substanzwert – Fremdkapital oder Eigenkapital + stille Reserven

Der Wert der Aktiven wird in der Literatur oftmals verschieden gemessen und genau darin liegt auch die Schwierigkeit dieser Bewertungsmethode. Je nach dem welcher Rechnungslegungsstandard gewählt wird, kann der Wert der Aktiven sehr verschieden bewertet werden. In der Praxis wird allerdings oftmals zwischen dem Wert beim einzelnen Verkauf der Aktiven und dem Wiederbeschaffungswert des gesamten Unternehmens unterschieden. Der Liquidationswert ist faktisch der Mindestpreis, zu dem ein Unternehmen verkauft werden könnte.

Die Substanzwertmethode (Wiederbeschaffungs- oder Liquidationswert) ist die Summe der geschätzten Aktiven. Sie ist demnach vor allem in Fällen geeignet, in dem ein Käufer an einzelnen Aktiven interessiert ist, nicht aber an der Weiterführung des Betriebes. Wenn der Käufer den Betrieb weiterführen möchte, wird er eher an zukünftigen Gewinnen interessiert sein. Dies sollte die Ertragswertmethode abdecken – wieso das aber auch nur bedingt gelingt, zeigen wir nachstehend.

Ertragswertmethode

Die Ertragswertmethode nimmt an, dass die Aktiven des Unternehmens eine konstante ewige Rente von nachhaltig erzielbaren Reingewinnen generieren.

Dies wird anhand der folgenden Formel berechnet:

Ertragswert = Nachhaltig erzielbarer zukünftiger Gewinn / Diskontsatz

Beispiel: Das Unternehmen XYZ AG erzielt einen Gewinn von 9 Mio. CHF und wir gehen davon aus, dass dies so bleiben wird. Der Diskontsatz wird auf 10 Prozent festgesetzt. Berechnet wird der Ertragswert nun wie folgt: 9.0 / 0.1 = 90 Mio. CHF.

Die Grundidee dieser Methode ist prinzipiell korrekt. Der Wert des Eigenkapitals wird dadurch bestimmt, was die Aktionäre in Zukunft erwarten können. Allerdings werden dazu nicht immer die richtigen Zahlen beigezogen. Heutzutage ist man sich einig, dass der Gewinn eine buchhalterisch herbeigeführte Zahlt ist und teilweise nicht viel über den wahren Zustand eines Unternehmens aussagt. Es wäre wichtig, den Cash Flow miteinzubeziehen. Ausserdem kann es sein, dass nicht der richtige Diskontsatz verwendet wird – was zu erheblichen Differenzen in der Unternehmensbewertung führen kann.

Praktikermethode

Die Praktikermethode versucht, die beiden vorgängig diskutierten Methoden zu kombinieren und einen gewichteten Durchschnitt davon abzubilden. Häufig wird der Ertragswert leicht übergewichtet, woraus ein 1:2 Verhältnis resultiert. Somit ergibt sich folgende Berechnung:

Praktikerwert = (Netto-Substanzwert + 2*Ertragswert) / 3

Neben dem Fakt, dass die Nachteile der Substanz- und der Ertragswertmethode nicht einfach verschwinden, liegt die Schwierigkeit dieser Methode in der richtigen Wahl der Gewichtung. Die richtige Gewichtung führt nur über eine empirische Untersuchung. Leider aber fehlen die Daten für eine solche Untersuchung in den meisten Fällen.

Discounted Cash Flow (DCF) Methode

Im DCF-Verfahren wird der zukünftige Erfolg der Unternehmung in der Berechnung des Unternehmenswerts berücksichtigt. Der Unternehmenswert stützt sich auf den für die nächsten Jahre geschätzten Free Cash Flow. Da diese Cash Flows erst zu einem späteren Zeitpunkt eintreffen werden, müssen sie diskontiert werden. Zum Beispiel ist ein Free Cash Flow von 1’210 CHF in 2 Jahren heute nur 1’000 CHF wert, wenn der Zinssatz bei 10% liegt (1210 : (1.1^2) = 1’000). Der Zinssatz in Dezimalbruchform ist der Diskontierungsfaktor. Die Diskontierung basiert auf den gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkosten, auch “WACC” (weighted average capital costs) genannt. Die diskontierten Free Cash Flows der nächsten Zeitperioden werden addiert. Der Unternehmenswert ergibt sich im DCF-Verfahren also aus dem Barwert des Free Cash Flows über einen bestimmten Zeitraum.

DCF

Fazit zur den Methoden

Die Substanzwert-, Ertragswert- und Praktikermethode sind relativ einfach zu berechnen und bedürfen keiner tagelangen Analyse. Leider aber ist ihre Aussagekraft auch dementsprechend eingeschränkt. Das heisst, der Aufwand für kompliziertere Verfahren, wie dem DCF-Verfahren, kann sich durchaus lohnen. Beim DCF-Ansatz gilt es aber zu betonen, dass die Bewertung nur so gut ist wie die Free Cash Flow Prognosen, welche verwendet werden. Suchen Sie sich die für Sie passendste Methode aus und versuchen Sie unser Tool “kostenlose Unternehmensbewertung”.

Bei weiterführenden Fragen oder detaillierte Auskünfte zum richtigen Bewertungsansatz steht Ihnen Advanon jederzeit gerne zur Verfügung.

 

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Phil Lojacono

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