traditionelle Finanzierungsmethoden
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Traditionelle Finanzierungsmethoden: Diese zwei gibt es

Verschiedenen traditionelle Finanzierungsmethoden, behandeln wir auch hier. Diese haben unterschiedliche Einflüsse auf die Kosten, die Liquidität und die Kapitalstruktur eines Unternehmens. Grundsätzlich gilt, dass Fremdkapital günstiger ist als Eigenkapital, da der Eigenkapitalgeber Teilhaber der Unternehmung ist und mit dem gesamten investierten Kapital für die Risiken der Firma haftet, sollte diese Konkurs gehen. Im folgenden werden zwei traditionelle Finanzierungsmethoden vorgestellt: Fremd- und Eigenkapital.

Fremdkapital

Das Fremdkapital ist die erste traditionelle Finanzierungsmethoden, die wir vorstellen. Die Kosten für Fremdkapital orientieren sich am Markt, an der Bonität und der Liquidität des Schuldners. Momentan ist Fremdkapital sehr günstig, weil sich die Leitzinsen der Schweizerischen Nationalbank auf einem historisch tiefen Niveau befinden. Man könnte also sagen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, für sein Unternehmen Fremdkapital zu beschaffen. Es gilt jedoch zu beachten, dass die monatlichen oder quartalsweisen Zinszahlungen die Liquidität belasten und den Zinsaufwand in der Erfolgsrechnung vergrössern. Daraus folgen höhere Kosten, dadurch kleinere Margen und schlussendlich einen tieferen Gewinn. Hinzu kommt, dass Fremdkapital die Kapitalstruktur der Bilanz verändert. Aufgrund der veränderten Kapitalstruktur, verändert sich das Risikoprofil einer Unternehmung ebenfalls. Konkret bedeutet das, ein höheres Risiko für zukünftige Fremd- und Eigenkapitalgeber, was zu steigenden Preisen für beide Arten der Kapitalbeschaffung führt.

Leasing, Hypotheken, Bankkredite

Es gibt diverse Arten von Fremdkapital. Grössere Investitionen werden durch Leasing, Hypotheken, Bankkredite etc. finanziert. Doch meistens sind nicht diese Liquiditätsbedürfnisse das Problem, da der Grossteil aller Banken solche Lösungen anbietet. Es sind die kurzfristigen Liquiditätsengpässe am Jahresende, am Ende eines Quartals oder für die Vorfinanzierung eines weiteren Auftrags, die es zu überwinden gilt. Dafür gibt es nicht ganz so viele Anbieter wie für grosse Investitionen. Für dieses Finanzierungsbedürfnis werden üblicherweise Überbrückungskredite, kurzfristige Betriebskredite, Factoring oder Kreditlimiten eingesetzt. Diese Arten der Fremdfinanzierung gehören zu den teuersten überhaupt.

Peer to Peer-Finanzierung

In den letzten Jahren hat sich eine neue Art der Fremdkapitalfinanzierung im Bereich der kurzfristigen Darlehen durchgesetzt. Hierbei handelt es sich um die Peer-2-Peer Finanzierung. Darunter versteht man Finanzierungen von privaten Investoren an eine Privatperson oder Firma. Es handelt sich dabei meistens um Darlehen mit einer sehr kurzen Laufzeit von 10 – 90 Tage. In genau diesem Bereich hat die Advanon GmbH ihre Expertise. Diese Art der Finanzierung erlebt momentan einen enormen Aufschwung, da die Renditen für andere Anlageprodukte sehr tief sind. Die Vorteile dieser Finanzierungsart werden deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass viele Unternehmen bloss einen Abschluss pro Quartal erstellen. Somit erscheint ein kurzfristiges Darlehen, das eine Laufzeit von 30 Tagen hat, nicht in der Bilanz, da die Aufnahme des Darlehens, wie auch die Rückzahlung in derselben Periode sattfindet. Bloss die Zinskosten werden in der Erfolgsrechnung ersichtlich, die bei einer so kurzen Laufzeit jedoch sehr tief ausfallen. Da die Zinszahlung einmalig und nicht wiederkehrend ist und die Kosten sehr tief sind, ist auch der Einfluss auf die Liquidität äusserst gering.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist die zweite der traditionelle Finanzierungsmethoden. Der Preis für Eigenkapital ist von der Branche, dem Risikoprofil sowie dem Geschäftsgang des Unternehmens abhängig. Der Eigenkapitalgeber erwartet eine gewisse Rendite auf seinem investierten Kapital. Dieser Renditesatz, auch als Eigenkapitalkostensatz bezeichnet, wird aus den vorher erwähnten Parametern errechnet. Diese Rendite muss jedoch nicht regelmässig in vollem Umfang ausbezahlt werden, dies geschieht im Normalfall durch Dividendenzahlungen am Jahresende. Werden Gewinne einbehalten und nicht komplett an die Kapitalgeber ausgeschüttet, so wächst der Unternehmenswert und somit auch der Beteiligungswert der einzelnen Teilhaber. Abschliessend lässt sich sagen, dass Eigenkapital nicht günstiger ist, aber es schont die Liquidität und die Erfolgsrechnung, da die Kosten für das Eigenkapital nicht als Aufwand ausgewiesen werden müssen und Dividendenzahlungen nur ausgeführt werden dürfen, wenn es der Geschäftsgang zulässt.

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