Factoring-Varianten

Alle Factoring-Varianten, die Sie kennen müssen

Factoring trägt das lateinische “factura” für “Rechnung” in sich, was den Kern modernen Factorings noch stets trifft: “Factoring” bedeutet, eine Debitorenrechnung von einem Spezialisten abkaufen zu lassen. Alles zu den verschiedenen Factoring-Varianten finden Sie in diesem Artikel.

Factoring überträgt eine Forderung zumeist vor deren Fälligkeit an ein Factor-Unternehmen. Solch ein Factor kauft die ausstehende Rechnung ab, und versucht so einen Betrag einer Forderung vom Debitor zu erhalten. Speziell lässt sich für einen bestimmten Schuldner jeder offene und künftige Rechnungsbetrag sofort einem oder mehreren Factors verkaufen.

In der Praxis existieren zahlreiche Factoring-Varianten, gefragte Mischformen und exotische Konstrukte.

Beliebtes Ausschnittsfactoring

Hierbei bieten Lieferanten, also Kreditoren, den Factors nur Teilforderungen (Ausschnitte) an. Bei Ankauf finanziert der Factor dem Kreditor also lediglich einen Teil der Gesamtforderung. Allgemein lässt sich ein Ausschnitt einer kumulierten Gesamtforderung verkaufen. Diese Summe setzt sich aus mehreren Gesamtforderungen zusammen, beispielsweise aus je einer Forderung an jeden von etlichen Kunden. Dann verkauft der Kreditor dem Factor zum Beispiel die Forderung an einen dieser Debitoren. Diese Forderung gilt als Ausschnitt der kumulierten Gesamtforderung.

Echtes und unechtes Factoring

Echtes Factoring überträgt neben einer Forderung auch das Risiko ihres Ausfalls an den Factor. Unechtes Factoring hingegen belässt dieses Delkredere beim Fordernden, also dem Lieferanten. In jedem Fall trägt der Liefernde das Veritätsrisiko als Risiko der Forderung ohne Rechtsbestand. Mehr zum echten und unechten Factoring finden Sie hier.

Fälligkeitsfactoring

Der Factor übernimmt das Inkasso erst zur Fälligkeit und übergibt dem Kreditor den Wert nur bei Erfolg. Insbesondere finanziert der Factor dem Kreditor den Wert also nicht.

Full Service Factoring

Dieses klassische Factoring nutzen KMU vorwiegend: Finanzierung und Ausfallschutz sowie komplettes Debitorenmanagement entlasten den Kreditor vollständig.

Inhouse Factoring

Nur der Kreditor mahnt die Forderung an, was ihn weniger Gebühr für das Factoring kostet. Damit verbleibt das Mahnwesen im Hause (inhouse) des Kreditors, was dort allerdings professionelles Buchhalten erzwingt.

Offenes Factoring

Der Kreditor informiert den Debitor über das Factoring von dessen Schuld. Dies Wissen ermöglicht Debitoren effizientes Handeln zur Forderung gegen sie. Speziell lassen sich Schulden im offenen Factoring nur per Zahlung an den Factor senken.

Stilles Factoring

Der Kreditor informiert den Debitor nicht über das Factoring von dessen Schuld. So reagieren sensible Kunden nicht pikiert über das Einschalten des Factors – immerhin verbindet sich mit Factoring das belastete Wort “Inkasso”.

Factoring-Varianten: Alternative von Advanon

Traditionelles Factoring verbraucht ein bis zwei Monate allein bis zur Genehmigung. Oft müssen Kreditoren zudem sämtliche Rechnungen verkaufen. Weiterhin bleibt die Preisgestaltung des Factors oft wenig transparent. Advanon hingegen genehmigt seine flexible Factoring-Alternative in wenigen Tagen. Zudem entscheidet der Kreditor die Zahl zu verkaufender Rechnungen bei transparenter Kostenstruktur. Weiterhin verbleibt die Kundenkommunikation beim Kreditor, was irritierte Kunden im Forderungsmanagement vermeidet. So muss der Kreditor auch seine Geschäftsprozesse zum Kunden nicht ändern.

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Advanon AG

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