Schweizer Automobilzulieferer

Wie erleben Schweizer Automobilzulieferer die Frankenaufwertung?

GIF Schweizer Automobilzulieferer

Grafik 1: Verteilung der Produktionsstätten

Die Grafik 1 vom Tagesanzeiger zeigt die steigende Abwanderung der Westeuropäischen und US-Amerikanischen Automobilzulieferer in den Jahren 2009, 2014 und 2019. Wie bereits in diesem Blogartikel beschrieben hängt diese Entwicklung nicht ausschliesslich mit den niedrigen lokalen Lohnkosten in Schwellenländern, sondern auch mit der Erwartung der OEMs zusammen, die ebenfalls vermehrt lokal produzieren und auch die Teile beziehen möchten.

Schweizer Automobilzulieferer zu Preissenkungen gezwungen

Nichtsdestotrotz spielt aber auch der erste Aspekt gerade den Zulieferern zu. Die Frankenaufwertung zwingt die Schweizer Automobilzulieferer zu Preissenkungen von 15-20% – zumindest wird das von den Autoherstellern erwartet. Diese extremen Preissenkungen sind in der Schweiz nicht einfach realisierbar und führt zu unkonventionellen Massnahmen. So entlöhnt die Basler Technologiefirma Jaquet beispielsweise Beschäftigte, die im nahen Ausland wohnen, in Euro. Erhöhung der Arbeitszeiten in der Branche gehören allerdings zum Standard und werden auch von den Tier-1 Zulieferern wie Georg Fischer und Autoneum angeordnet. Doch wie nehmen die Schweizer Automobilzulieferer den Wandel wahr? Auch hier hat der Tagesanzeiger bei den Kleinen der Branche nachgefragt und 36 Antworten anonymisiert veröffentlicht.

Eine kleine Auswahl der Antworten

«[Die Frankenaufwertung] Führte zu einem massiven und fast unmittelbaren Einbruch von Neuaufträgen aus der Schweizer Industrie. Angebotsanfrage für Neuauftrage von Schweizer Firmen mit automobilem Hintergrund liegen fast bei null.»

«Volle Auswirkung aufs Ergebnis»

«Wir haben einen Grossauftrag im Wert von 1,5 Mio. Euro, bei dem wir bereits einen verbindlichen Letter of Intent im Haus hatten, verloren, weil wir den Preis nachverhandeln musste. Das ist ca. 20 Prozent unseres Jahresbudgets.»

«Unsere knappe Marge hat sich von + 5 Prozent Profit auf rund – 7 Prozent verschlechtert.»

 

Diese Aussagen lassen viele kommende Herausforderungen erwarten. Als Lichtblick der Branche lässt sich allerdings anbringen, dass viele Schweizer KMU sogenannte Hidden Champions sind und sich durch erstklassige Produkte auszeichnen.

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