Rechnungsfinanzierung in der Logistikbranche

Die Rechnungsfinanzierung in der Logistikbranche

Laut der “Logistikmarktstudie 2014“, publiziert von der Universität St. Gallen und GS1, handelt es sich bei der Logistikbranche um eine der wichtigsten in der Schweiz. Mit einem Anteil von ungefähr 6.5% am BIP (Stand 2015), konnte sich die Branche auch nach der Wirtschaftskrise mit einem stabilen Wachstumstrend behaupten. Das für die Zukunft prognostizierte Wachstumspotential bringt jedoch neben Chancen auch Risiken und Herausforderungen mit sich. Neben neuen Technologien und veränderten Kundenbedürfnissen (One-day Delivery oder Wunschliefertermine), müssen diese Wachstumschancen auch finanziert werden. Zentrales Element hierbei ist die Sicherstellung der Liquidität und des Cash-Flows mittels Rechnungsfinanzierung.

Die Zahlungsziele in der Transport- und Logistikindustrie liegen in den meisten Fällen zwischen 30 und 60 Tagen, wobei Verzögerungen von 15-30 Tagen nicht unüblich sind. Hinzu kommt ein branchentypisch relativ hoher Anteil an Einmalgeschäften. Der Einsatz von Rechnungsfinanzierung ermöglicht und erweitert hier den entsprechenden Investitionsspielraum.

Indem gebundenes Kapital direkt freigesetzt und genutzt werden kann, besitzt das Unternehmen somit die Liquidität, um Wachstumschancen in Angriff zu nehmen. Auch in Anbetracht des steigenden Kostendrucks aufgrund hoher Rohstoffpreise und Mautgebühren kann dies ein entscheidender Vorteil sein.

Hier die Hauptfaktoren, die für das Finanzieren von Forderungen in der Transport- und Logistikindustrie sprechen:shutterstock_141314434

1. Bankkredite umgehen

Bankkredite sind vor allem in der Logistikbranche schwierig zu erhalten, sei es wegen der schlechten Kreditwürdigkeit oder dem Mangel an Erfahrungswerten zwischen Banken und Logistikunternehmen. Des Weiteren kann es bei Bankdarlehen Wochen oder sogar Monate dauern, bis diese genehmigt werden. Mit einer Vorfinanzierungslösung kann man dies umgehen und das Geld in 24h ausbezahlt bekommen.

2. Schnelle Liquidität ermöglicht Wachstum und Sicherheit

Der Deutsche Bundesverband „Factoring für den Mittelstand“ hat sich mit den Vorteilen von Vorfinanzierungslösungen auseinandergesetzt und Beispiele aus der Praxis ausgearbeitet. Eines davon beschreibt ein Logistikunternehmen, das im Jahr 2013 einen Umsatz von 250T EUR plante, jedoch aber einen von 650T EUR erreichte. Das Unternehmen investierte nämlich in die Erweiterung eines Fuhrparks. Da sie den Bau auslagerten und aufgrund der umsatzbedingt gestiegenen Kosten erhöhte sich der Vorfinanzierungsbedarf. Mit einem Finanzierungsplan, der sich darauf fokussierte die benötigte Liquidität mit der Vorfinanzierung von Forderungen zu erlangen, konnten sie ihr Ziel erreichen. Dies bot ihnen eine sichere und bankenunabhängige Basis für weiteres Wachstum.

3. Time is Money

Die meisten Unternehmen in der Logistikbranche sind davon überzeugt, dass sie das Geld, das während 30 oder 60 Tagen in Rechnungen gebunden ist, in dieser Zeit besser verwenden könnten. Statt sich mit teuren Bankkrediten auseinanderzusetzen, kann man hier die Rechnungen auch gleich viel einfacher vorfinanzieren lassen und sowohl die Zeit wie auch das Geld besser investieren.

 

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Phil Lojacono

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